3. Gebäudetechnik Praxis Tag 2018

Ludwigsburg, Juli 2018 – Der 3. Gebäudetechnik Praxistag, initiiert von Zimmer & Hälbig, Züblin und sechs weiteren Firmen aus der Gebäudetechnik, war erneut ein voller Erfolg. Rund 200 Planer und Entscheider aus dem Bereich TGA fanden sich im Züblinhaus in Stuttgart zusammen, um sich umfassend über das Thema „Gewerkeschnittstellen“ zu informieren.

Digitale Medien, Fachzeitschriften und Social Media stellen zahlreiche tagesaktuelle Informationen zur Verfügung – auch für den Bereich TGA. Diese Informationen für sich zu bündeln und zu filtern ist oftmals zeitaufwendig und unübersichtlich. Um eine Möglichkeit zu schaffen, sich regelmäßig über den aktuellen Stand der Branche zu informieren, hat das TGA-Unternehmen Zimmer & Hälbig 2017 die Veranstaltungsreihe „Gebäudetechnik Praxistag (GPT)“ ins Leben gerufen. Auf Initiative von Heino Wolkenhauer, Regionalleiter Süd der Firma Zimmer & Hälbig, entstand ein Netzwerk von acht Unternehmen, die dazu einladen, aktuelle Themen rund um die Gebäudetechnik zu diskutieren. Experten vermitteln aus unterschiedlichen Sichtweisen relevante Inhalte und stehen für Fragen zur Verfügung.

Beim dritten Praxistag im Züblinhaus in Stuttgart drehte sich alles um das Thema „Gewerkeschnittstellen – Qualität der Planung und Ausführung“.Die Art und Ausstattung der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) bestimmt entscheidend die Kosten für Investition und Betrieb von Gebäuden. Betragen in Bürogebäuden die Investitionskosten noch bis zu 30% der Gesamtbaukosten, so steigt dieser Anteil, bspw. bei Krankenhäusern, auf bis zu 70%. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, ist eine professionell erstellte TGA-Ausführungsplanung zwingend notwendig.

Ziel einer jeden Planung muss die Umsetzung der Wünsche und Bedürfnisse der Kunden sein. Dabei sind viele gesetzliche Auflagen, Richtlinien und Normen zu berücksichtigen. Aus diesem Grund ist eine gute und rechtzeitige Planung sowie ein optimales Zusammenspiel der einzelnen Schnittstellen das Fundament der gesamten TGA.

Folgende Statements gab es hierzu von den Referenten:

    • Jeder Auftragnehmer ist berechtigt, den Bauvertrag zu kündigen sobald er an der ordnungsgemäßen Ausführung der Leistung gehindert ist und er nicht in zumutbarer Weise den Bauablauf umstellen und andere Leistungsteile vorziehen kann. (Hartmut Hardt, Rechtsanwalt & Richtlinienkoordinator im Vorstand der GBG des VDI)
    • Das Zusammenspiel der Schnittstellen in komplexen Bauprojekten muss geführt und koordiniert werden. Von selbst koordiniert sich niemand. (Veit Thurm, Drees & Sommer Schweiz AG). Der Einsatz professioneller Methoden und Werkzeuge zur Projektstrukturierung und Ressourcensteuerung wie z.B. Lean Management, BIM und Modularisierung ist dabei der Schlüssel zum Erfolg.
    • „Gebäude werden nicht gebaut, Gebäude werden zusammengebaut“ (Klaus Ege, FACT GmbH).
    • Der Anlagenbauer ist zumeist der Sündenbock für eine desolate Ausführungsplanung. Kosten, Termine und Qualität bei heutigen Baumaßnahmen schafft man nur miteinander. (Dr. Theis, Wilhelm Theis GmbH)
    • „Fehlerkultur sowie offener und fairer Umgang miteinander muss gemeinsam gelebt und erlebt werden“ (Kemal Bäuerle, BIS Sachverständigen GmbH & Co. KG). Dies bedeutet im Allgemeinen, dass alle Gewerke möglichst frühzeitig in der Planungsphase die Schnittstellen definieren und eine einheitliche Lösung entwerfen müssen. Hier wurde insbesondere darauf hingewiesen, dass es sehr wohl gemäß der Landesbauordnung und den DIN VDE Abweichungen zulässig sind, wenn durch gewählte Maßnahmen beziehungsweise Lösungen die gleichwertigen Ziele erreicht sind.
    • „Wir Bauherren müssen unsere Strategie zur konsequenten Umsetzung des Lean-Gedankens und BIM auf Partnering-Modelle ausrichten – gerade in Zeiten einer überhitzten Konjunktur. Dies gilt gleichermaßen für Planung und Ausführung.“ (Thomas Spiegel, Robert Bosch GmbH)
    • „Ein Haus wird in ein bis drei Jahren gebaut – wird aber über 50 Jahre genutzt. Im personalintensiven FM bedeutet Zeit gleich Geld: Sparen Sie also durch FM gerechte Planung beides!“ (Andreas Wokittel, SPIE GmbH). Die Datenverknüpfung im Rahmen der Digitalisierung führt zu enormer Aufwandsreduzierung in allen Projektphasen!
  • Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe wird im kommenden Jahr fortgesetzt. „Auch beim 4. Praxistag werden wir Experten der Branche zusammenholen, um komprimiert und unterhaltsam zu informieren“, so Heino Wolkenhauer.

    Der nächste Gebäudetechnik Praxistag findet im 22.01.2019 statt und wird sich mit Geschäftsmodellen der Zukunft beschäftigen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine verbindliche Anmeldung ist jedoch erforderlich. Genaue Informationen gibt es zeitnah hier auf www.zhb.de.

    Diese Pressemitteilung können Sie als PDF hier herunterladen